Spambots ausschließen – aber richtig!

Auf den „echten“ Traffic, den Spambots auf Ihrer Seite auslösen, wirkt sich der im ersten Schritt beschriebene Hostname-Einschließen-Filter nicht aus. Der Grund dafür liegt darin, dass diese Bots Ihre Seite eben tatsächlich besuchen und folglich auf den Hostnames landen, die Sie tracken möchten und daher im ersten Filter eingeschlossen haben.

Sie benötigen daher einen zweiten Filter, der diese Spambots ausdrücklich ausschließt – mit allen bereits erwähnten Nachteilen. Denn damit der Filter volle Wirkung zeigt, muss er ständig nachgeschärft werden, indem laufend die neuesten Spambots eingetragen werden, die Ihre Website heimsuchen.


Gehen Sie beim Anlegen dieses Filters wie folgt vor:

  1. Wie gehabt legen Sie auch diesen Filter zunächst in Ihrer neuen Test-Ansicht an.
  2. Gehen Sie dazu auf >Ansicht >Filter >Neuer Filter und geben Sie dem Filter einen Namen, zum Beispiel „Spambots“.
  3. Wählen Sie die Optionen Benutzerdefiniert – Filtertyp: Ausschließen – Filterfeld: Kampagnenquelle und geben Sie die Filterregel als RegEx ein.
  4. Testen und speichern Sie den neuen Filter wie gehabt.

Viele „Experten“ empfehlen an dieser Stelle, nach Verweisen zu filtern. Das funktioniert jedoch nicht, denn hierfür wäre nicht nur die Domain, sondern der komplette Verweis erforderlich.
Die besten Ergebnisse erhalten Sie, wenn Sie nach Kampagnenquelle filtern.

Hier noch einmal die Schritte, mit denen Sie die Filterregel erstellen:

  1. Identifizieren Sie in Ihren Berichten die Domains der Spambots, die Ihre Website tatsächlich besucht haben – z.B. indem Sie im Bericht Verweiszugriffe als sekundäre Dimension Hostname wählen. Verdächtig sind Zugriffe mit validen Werten für Quelle und Hostname sowie 100% Absprungrate. Ggf. sollten Sie die Domains via Google recherchieren. Keine gute Idee ist es, sie aufzurufen – Sie könnten sich unsympathischer Schadsoftware oder anderen Unannehmlichkeiten aussetzen.
  2. Sammeln Sie alle gefundenen Quellen (Domains) in Ihrer Textdatei
  3. Fügen Sie vor jedem Punkt einen Backslash (\) ein
  4. Trennen Sie die Domains durch senkrechte Striche (|) voneinander
  5. Entfernen Sie alle Leerzeichen
  6. Ersetzen Sie alle Subdomains durch .*

Die Filterregel sieht dann in der einfachsten Form etwa folgendermaßen aus:

[symple_box color=“gray“ fade_in=“false“ float=“left“ text_align=“center“]
.*domain1\.de|.*domain2\.com|.*domain\.org[/symple_box]

Bitte beachten:

  • Filterregeln sind auf 255 Zeichen beschränkt – ggf. müssen Sie weitere Filter anlegen
  • Bitte keine Leerzeichen
  • Bitte kein | am Anfang oder Ende der Filterregel
  • Sie können nach Herzenslust optimieren, wenn Sie dich mit RegEx auskennen
  • Laut Google werden Subdomains automatisch mitgefiltert. Die Regular Expression .* ist somit nicht zwingend erforderlich.
  • Dasselbe gilt für das „Escapen“ der Punkte mittels Backslash. Ich verwende trotzdem beides, weil es die korrekte Syntax ist.